Nach dem 30jährigen Krieg, als die Brandschatzungen und Plünderungen endlich vorbei waren, kehrte langsam wieder das Interesse für die schönen Dinge in den beteiligten Ländern ein. Auf den Schlössern der Adligen und in den Bürgerhäusern der Städte stand jetzt der Sinn nach ”edleren Hölzern.” Der Bauernstand konnte sich diese Furniere aus exotischen Hölzern nicht leisten, also versuchten sie die ”Schönheit”, die Kostbarkeit der höfischen Möbel mit einfachen Mitteln nachzuahmen.

Die Schreiner und Tischler wurden die ersten Bauernmaler.

Was sollten sie aber malen? Sie griffen zu den natürlichen Motiven in ihrer Umgebung. Blumen waren überall zu finden: Rosen, Nelken, Tulpen, Glockenblumen oder Lilien, ebenso Ähren, Margeriten, Kornblumen usw. Auf besonderen Wunsch wurden auch Portraits, mit mehr oder weniger geglückter Ähnlichkeit gemalt. Auch Szenen aus dem ländlichen Leben, Bauern bei der Arbeit oder Ernte, sogar ganze Bauernhochzeiten wurden abgebildet. Es gibt eine fast unübersehbare Fülle von Motiven.

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